öffentlicher Bücherschrank

Ein Jahr Bücherzelle – eine Bestandsaufnahme

Am ersten Advent 2011 wurde die Eichwalder Bücherzelle eröffnet. Was gab es nicht alles für Bedenken im Vorfeld. Man müsse sie nachts abschließen, jemand müsse ständig den Bücherbestand prüfen, damit nichts drin steht, was da nicht sein soll, …

Nach einem Jahr kann man sagen, es läuft hervorragend. Mein Eindruck ist, dass der Buchbestand ständig im Fluss ist. Natürlich sind meist ältere Bücher im Angebot, aber irgendwie finden alle einen neuen Leser. Immer mal stehen auch Sachen in der Bücherzelle, die eigentlich nicht dorthingehören (Gläser, Videos, Schuhe). Aber irgendwann sind auch diese verschwunden und haben hoffentlich einen Abnehmer gefunden.

Allerdings ist nicht alles perfekt. Es gibt eine Nutzerin, die die Bücher taschenweise aus der Zelle trägt. So war das natürlich nicht gedacht. Deshalb wird jetzt die „Bedienungsanleitung“ der Bücherzelle dahingehend geändert, dass jeder bitte nur maximal 5 Bücher und diese nur für den Eigenbedarf entnehmen soll. So hofft man, das Problem lösen zu können.

Ein anderes Thema ist Licht in der Bücherzelle. Das KJP wünscht sich dies schon lange, da es im Winter beim Weg zur Arbeit, wenn doch viele gerne ein Buch mitnehmen, dunkel ist. Strom liegt natürlich nicht an, es müsste eine solarbetriebene Lampe sein. Das ist kompliziert und teuer und daher noch nicht realisiert. Zur Überbrückung hat ein Freund der Bücherzelle neulich eine Taschenlampe mitgebracht und diese mit einem Strick fest ans Regal gebunden. Bereits am Abend dieses Tages war die Taschenlampe weg, säuberlich abgeschnitten! Das ist sehr ärgerlich, zumal man doch glauben sollte, dass die Zelle nur Leute betreten, die sie auch nutzen wollen und sich daher über eine Taschenlampe freuen müssten.

Nina Keutel, Vorsitzende des KJP